Profil

Michele Anderlini

Interior- und Produktdesigner. Ein Mann aus der Werkstatt, der die Werkzeuge der Zukunft nutzt, ohne zu vergessen, wie Dinge gebaut werden.

Vom Eichenstaub zur virtuellen Realität.

Meine berufliche Ausbildung begann in der familieneigenen Schreinerei. Dort habe ich gelernt, dass ein Material eine Zeichnung nicht passiv ausführt: Es reagiert, setzt Grenzen und eröffnet Möglichkeiten. Die technische Ausbildung und das Studium am IED in Mailand ergänzten dieses konkrete Wissen um weitere Werkzeuge.

Die Jahre im Studio von Luca Scacchetti waren die wichtigste Zusammenarbeit meines Berufslebens. Seitdem habe ich mit privaten Auftraggebern, Handwerkern und Unternehmen in sehr unterschiedlichen Kontexten gearbeitet – mit einer festen Regel: zuerst die Funktion, dann die Form.

Radikal. Ehrlich.

Ich glaube nicht an Kreativität als Selbstzweck. Meine Art zu entwerfen besteht aus Voranalyse, Problemlösung, gezielter Strategie, maßgeschneiderter Sorgfalt und zwei Prozent Kreativität.

Werdegang

Unterschiedliche Erfahrungen, eine beständige Methode.

Ursprünge

Die Schreinerei

Jahre der Arbeit und Beobachtung zwischen Holz, Maschinen, Beschlägen und realen Produktionsproblemen.

Ausbildung

Technik und Design

Die Genauigkeit der Geometerausbildung trifft auf das Designstudium am IED in Mailand.

Mailand

Luca Scacchetti

Die Zusammenarbeit mit meinem Mentor und Freund festigte eine Sicht auf den Entwurf als moralische Disziplin – nicht nur als ästhetische.

Heute

Designmad

Interior-, Hospitality- und Produktdesign, verbunden mit Rendering, virtueller Realität und Materialforschung.

„Als Geometer habe ich gelernt, dass sich zwei parallele Linien nicht treffen. Am IED habe ich verstanden, dass sie unendlich miteinander im Dialog bleiben können.“
Michele Anderlini